Freitag, 19. Dezember 2014

Table de chevet

Ein uraltes Nachtschränkchen wollte ich schon immer aufarbeiten. Natürlich sollte der Nachtschrank nicht als solcher genutzt werden. Ich hatte ihm eine viel sinnvollere Aufgabe zugedacht - es sollte ein Telefonschrank werden, in dem Telefonbücher, Zettel, Stifte, Handyladegeräte etc. aufbewahrt werden können.

Lange habe ich nach solch einem Nachtschrank, wie er mir vorschwebte, gesucht. Immerhin sind sie nicht ganz günstig. Oder sie sind dermaßen heruntergekommen, dass daran viel mehr zu tun wäre, als ich mangels tischlerischer Fertigkeiten leisten könnte.
Irgendwann entdeckte ich meinen Nachtschrank bei Ebay-Kleinanzeigen. Er gefiel mir auf den allerersten Blick. Natürlich konnte ich mir sofort vorstellen, wie er fix und fertig in meinem Esszimmer steht, genau passend zu den übrigen Möbeln. Es war einiges an ihm zu tun, aber aus meiner Sicht. dennoch überschaubar.


Was mir neben dem akzeptablen Preis besonders gut gefiel, waren die Zierleisten und die Kugelfüsschen. Was unbedingt ausgetauscht werden musste, war die Tischplatte. Aus irgendeinem Grund war eine Ecke abgerundet und das geht ja nun gar nicht. Schnell im Baumarkt eine Holzplatte gekauft und diese zusägen lassen.

Beim Aufarbeiten stellte sich jedoch heraus, dass am Schränkchen wesentlich mehr zu tun war, als angenommen. Entweder es war wirklich schon sehr alt, oder es war von Dilettanten aufgearbeitet worden... vermutlich beides. Es ist nicht zu fassen... dort wo sich der Leim löste, wurde es sehr unfachmännisch mit ca. 10 cm langen, dicken Nägeln zusammengenagelt. Allein die Platte wurde mit fünf solcher Nägel angebracht. Zum Teil traten die Nagelspitzen im Inneren des Schrankes wieder heraus. Alle Kanten waren stark angeschlagen, die Seitenwände mit Kratzern übersät. Vom Anstrich wollen wir überhaupt nicht sprechen. Vermutlich hielt man den für Shabby Chic. Das Schränkchen tat mir maßlos leid, denn es war nur Shabby.

Die alte Farbe musste zunächst komplett entfernt werden.  Anschließend wurde der Schrank innen und dann außen geweißt.


Die Zierleisten habe ich in Lichtgrau abgesetzt, genau wie das Zierelement an der Tür.


Übrigens habe ich mir schon immer genau solch ein Schleifchen an der Tür des Nachtschränkchens vorgestellt. Das finde ich überaus romantisch. Das Schleifchen wurde ganz zum Schluss aufgeleimt.


Die Holzdübel der Kugelfüsschen saßen ganz locker in der Halterung. Ein Wunder, dass wir beim Transport keins verloren haben. Nach dem Anstrich wurden sie fest mit dem Schränkchen verleimt.


Was komplett fehlte, waren die Griffe... für mich kein Problem, denn ich hätte sie sicher sowieso ausgetauscht. Aufgrund meines Griff-Ticks habe ich mittlerweile eine ansehnliche Sammlung verschiedener Möbelknöpfe und -griffe.
Aus meiner Sicht passten diese Keramikknöpfe fantastisch zu meinem neuen alten Schränkchen. 


Und hier ist es nun in all seiner neuen Pracht:


Pünktlich zu Weihnachten hat es seinen Platz und seine Funktion als Telefontischchen eingenommen.

Die krisseligen Fotos bitte ich zu entschuldigen. Bei uns regnet es heute in Strömen und die Lichtverhältnisse sind denkbar schlecht. Aber ich wollte euch unbedingt meinen neuen Liebling zeigen ;o)).

Im nächsten Post zeige ich eine weitere wunderbare Verwandlung. Die Bilder sind dann etwas besser... versprochen.
Lasst es euch bis dahin gut gehen und genießt den 4. Advent

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