Freitag, 17. Oktober 2014

Erste Erfahrungen

Bereits vor Jahren habe ich in einer älteren Ausgabe von "Wohnen und Garten" über Fassmalerei gelesen und wunderschöne Bilder bewundert. Die Möbelstücke waren im Shabby-Style aufgearbeitet worden, sahen aber nicht einfach nur aus, als wären sie angemalt und stellenweise die Farbe abgerieben. Sie sahen gebraucht aber doch sehr edel aus, so richtig meine Vorstellung von Shabby und vor allen Dingen von Chic.
Wenn ich heute das Wort "Fassmalerei" erwähne, erhalte ich oft irritierte Blicke und erstaunte Fragen, was denn Malerei mit einem Fass zu tun habe. Genau diese Frage habe ich mir damals auch gestellt. Bei meinen Recherchen habe ich jedoch schnell entdeckt, dass der Begriff "Fassmalerei" nicht von alten Fässern abgeleitet wird, sondern eine alte Technik ist, mit der man früher Möbel und Gegenstände z.B. in Gold gefasst hat.  Bei dieser Technik werden auf die Werkstücke mehrere Farbschichten aufgebracht, die jeweils nach dem Trocknen mit immer feiner werdendem Schleifpapier geschliffen und geglättet werden. Es ist eine sehr aufwändige Arbeit, aber wer einmal ein gefasstes Möbel berührt hat, der wird nie wieder etwas anderes als auf diese Weise aufgearbeitete Stücke um sich haben wollen.


Leider konnte ich trotz meiner vielen Suchen im Internet so gut wie nichts über die von Fassmalern verwendete und meist selbst hergestellte Farben in Erfahrung bringen. Nun bin ich aber - wie bereits einige meiner Vorfahren - eine Autodidaktin. Ob beim Nähen oder auch bei anderen Dingen - mein Motto ist "learning by doing". Also machte ich mich munter ans Werk und probierte drauflos und zwar zuerst mit Acrylfarbe.
Acrylfarbe ist hervorragend für Möbelstücke, die eine gleichmäßige Oberfläche bekommen sollen oder stark beansprucht werden. Vorzugsweise nimmt man dafür statt Pinsel eine Rolle, wie hier bei der Tür unseres alten Sideboards.


Der Fassmalerei bin ich dadurch nicht wirklich näher gekommen, denn das Schmirgelergebnis entsprach nicht so ganz meinen Vorstellungen. Die Abreibungen sahen irgendwie künstlich aus, da sich die Farbe nicht gleichmäßig abschleifen lässt.

Nach mehreren Versuchen, die ich euch nach und nach auch noch zeigen werde, bin dann bei Kreidefarbe gelandet. Die ist zwar ziemlich teuer und - zumindest bei uns - nur über das Internet erhältlich. Mein erstes Malergebnis mit Kreidefarbe zeige ich euch im nächsten Post.

Bis dahin wünsche ich euch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße von
Elvira

Kommentare:

  1. Hallo Elvira,
    da bin ich neugierig auf deine Bilder mit der Kreidefarbe. Die wird ja auf den amerikanischen Blogs sehr bevorzugt für Shabby Wohnstil. Dort ist es Annie Sloan Chalk Paint. Deinen Post fand ich sehr interessant, von Fassmalerei hatte ich auch noch nie gehört.
    Liebe Grüße, Johanna

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  2. Liebe Elvira,
    Fassmalerei ar auch ein neuer Begriff für mich aber deine Bilder hier oben zeigen ganz schön, mollig gefärbte Stücke und das mag ich ja sehr! Wenn etwas künstlich abgescheuert aussieht dann ist das ganze Effekt einfach weg.
    Wir haben unsere 17 jahre alte Teak Liege professionell weiß machen lassen und wir lieben es sehr; fast wie neu und auch den runden Teak Tisch dazu.
    Bin gespannt was für schönes du uns zeigen wirst!
    Liebe Grüße,
    Mariette

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Wie schön, dass du mein Blog besucht hast. Danke vielmals für deinen lieben Kommentar. Darüber freue ich mich sehr.